Gastro-Eröffnung „Haus am Phoenix-See“

Das „Gourmet-Team“ (v.l.): Restaurantleiter Domenico Massaro, Sarah Hansel (Service), Nick Brose, Küchenchef Nikolas Köster, Hanane Bouchikhi, Abderazek Baccar, Dilara Demir (Service), Thies Becker und, ebenfalls Restaurantleiter, Sebastian Buteweg (Foto: RoMü)
Das „Gourmet-Team“ (v.l.): Restaurantleiter Domenico Massaro, Sarah Hansel (Service), Nick Brose, Küchenchef Nikolas Köster, Hanane Bouchikhi, Abderazek Baccar, Dilara Demir (Service), Thies Becker und, ebenfalls Restaurantleiter, Sebastian Buteweg (Foto: RoMü)

Von Roland Müller

Endlich – nach langer Wartezeit hat das Gourmet-Restaurant „Haus am Phoenix-See“ eröffnet. In diesen Tagen präsentierte sich das Haus neugierigen Blicken, geladenen Gästen und Liebhabern der feinen Küche mit einer geschmackvollen Inneneinrichtung und offenem Blick in eine umtriebig-moderne Küche. Erster Eindruck: Ja, die Adresse ergänzt das kulinarische Angebot am See mit ausgewählten Leckerbissen, feinen Getränken und einer (noch) übersichtlichen Speisenkarte. Küchenchef Nikolas Köster hält den Ball (sprich: Pfanne) zunächst auch bewusst flach: „Wir sind kein Michelin-Sterneladen, in dem alles piekfein sein muss.“ Gleichwohl will sich der Chef der Küchenbrigade dem Wettbewerb um angestrebte Sterne stellen: „Wir wissen aber, dass das viel Arbeit erfordert.“

Gastro-Unternehmer Anthony Sarpong (41), stammt aus Ghana, flüchtete als Achtjähriger mit den Eltern nach Hessen, begann1998 in Wiesbaden (Crown Plaza) seine Ausbildung zum Koch und gehört mittlerweile zu den bekannten und erfolgreichen Gastronomen in NRW. Unter seiner Führung stehen in Meerbusch zwei Restaurants und eine Kochschule. Als Pächter und Betreiber soll sich nun zu seinem vierten Standbein das Restaurant am Hörder Phoenix-See entwickeln. Die Frage, ob da nicht eine Überforderung im Raum stehen könnte, beantwortet er schlank und ohne Umschweife: „Nein, ich bewege mich viel und besuche regelmäßig ein Fitnessstudio.“ Seit 1995 besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft, ist verheiratet und hat drei Kinder.
Nahezu acht Meter hohe Restaurant-Wände lassen den Besucher am See erst mal staunen. Den Eindruck ergänzen ein holzanimierter Fußboden aus Vinyl, deckenhohe Säulen, gemütliche, im dunklen Blau gehaltene Restaurantstühle (80), der Blick auf eine Terrasse (50 Sitze) in unmittelbarer Nähe von See und Hafen – insgesamt ein Bild von behaglicher Eleganz.
Nicht ganz in Einklang steht damit die doch etwas sehr prägnant formulierte und in Stichworten verfasste Speisenkarte. Die Eröffnungsgäste kümmerte das nicht, sie konnten sich am Buffet der Küchenausgabe bedienen: Rumpsteakscheibe in Niedrigtemperatur gegart, Vitello Tonnato mit frittierten Kapern, geklärte Tomatensuppe, Kalbskarée mit Süßkartoffeln, Rauchlachs an karamellisiertem Fenchel oder Kürbisrisotto mit Kirschtomaten. Silvester darf man sich auf ein Sechs-Gänge-Menü inklusive Brgrüßungsgetränk freuen (120 €).
Doch auch die Weinkarte verlangt nach Aufmerksamkeit: 18 Weißweine mit Schwerpunkten aus Deutschland und Frankreich oder 26 Rotweine (hauptsächlich Italien und Frankreich) werden Weintrinker aufmerksam lesen. Sieben offene Weine stehen ebenfalls zur Wahl.
Ob Feier oder Werktag: Das „Haus am Phoenixsee“ ist jedenfalls bestrebt, seine Bodenhaftung nicht zu verlieren. Am Eröffnungstag wurden die Gäste bei der Begrüßung gefragt: „Möchten Sie ein Glas Champagner? Wir haben aber auch ein gezapftes Pils für Sie.“ Prosit!
Infos: Anmeldungen sind vor Ort oder online anthonyskitchen.de möglich.
Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags ab 17 Uhr
Montag und Dienstag Ruhetage
Besondere Menüs am 2. Weihnachtsfeiertag und Silvester